Interiorfotografie: So läuft ein Shooting bei mir ab

1. Die Vorbesprechung: Was soll das Bild können?
Jedes Shooting beginnt Tage vorher mit einem Gespräch. Welche Räume fotografieren wir? Wie viele sind es? Welche Details sind dem Designer besonders wichtig, eine Maßanfertigung, ein Material, eine Leuchte? Und wofür werden die Bilder gebraucht: Website, Portfolio, Wettbewerb, Social Media?
Daraus ergibt sich, wie viel Zeit wir brauchen und wann wir am besten starten. Je klarer das vorher ist, desto ruhiger wird der Tag vor Ort.
2. Früh anfangen: Das Morgenlicht entscheidet
Wir beginnen meist gegen 8 Uhr. Das Morgenlicht ist weich, kommt flach in die Räume und macht Materialien sichtbar: die Maserung im Holz, die Struktur eines Stoffes, die Glasur einer Fliese. Zu Mittag wird es härter, die Kontraste steigen, und helle Räume brennen auf Fotos schnell aus.
Ich arbeite so weit wie möglich mit dem Licht, das ein Raum von sich aus hat. So sieht er auf dem Bild aus wie in Wirklichkeit, nur aufgeräumter.

3. Begehung und Route: Bevor die Kamera ausgepackt wird
Ich bin 30 bis 40 Minuten vor dem Start vor Ort und gehe zuerst ohne Kamera durch alle Räume. Dabei kläre ich:
- Wo kommt die Sonne herein, wo entstehen Schatten, welche Räume sind hell und welche dunkel?
- In welcher Reihenfolge fotografieren wir? Ich lege eine Route fest, damit jeder Raum dann drankommt, wenn das Licht dort am besten ist.
- Was muss noch umgestellt oder weggeräumt werden? Dazu später mehr.
Diese halbe Stunde spart uns später Stunden. Und sie verhindert, dass wir am Nachmittag merken, dass das Wohnzimmer eigentlich in der Früh perfekt gewesen wäre.
4. Weglassen und stylen: Persönliches raus, Ruhe rein
Ein bewohnter Raum ist voller Dinge, die im Alltag dazugehören, auf einem Foto aber ablenken: Ladekabel, Post, Fernbedienungen, Familienfotos. Persönliches räumen wir grundsätzlich weg, auch aus Rücksicht auf die Bewohner.
Danach geht es um Kleinigkeiten. Ein Kissen wird gedreht, ein Stuhl ein paar Zentimeter verschoben, eine Decke neu aufgehängt. Bei Christian ist das echte Teamarbeit: Er weiß, wie der Raum gedacht ist, und ich sehe durch die Kamera, was davon im Bild ankommt. Manchmal liegt der Unterschied zwischen „schön“ und „überzeugend“ in einer einzigen gefalteten Decke.

5. Details: Hier steckt die Handschrift
Ein Gesamtbild zeigt, wie ein Raum wirkt. Die Details zeigen, was sich jemand dabei gedacht hat: der Übergang von Holz zu Fliese, eine Leuchte, die genau über dem Tisch hängt, Objekte, die farblich zusammenspielen.
Darum fotografiere ich zu jedem Raum auch Nahaufnahmen, mit wenig Tiefenschärfe und genau gesetztem Fokus. Auf der Website des Designers sind es oft gerade diese Bilder, die neugierig machen.
Zusammenarbeit mit Christian Hantschel
Christian und ich arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Kürzlich hat er uns eine Google-Rezension geschrieben, über die ich mich sehr gefreut habe:
„Die Fotos fangen die Ästhetik, das Licht und die Details meiner Designs perfekt ein. […] Jedes Fotoshooting macht einfach großen Spaß und die entspannte Atmosphäre spiegelt sich auch in den tollen Aufnahmen wider.“
Genau das ist der Punkt. Ein Interior-Shooting ist ein langer Tag mit viel Detailarbeit, und der geht deutlich leichter, wenn man sich vertraut.
Interiorfotografie in Linz, Wien und ganz Österreich
Mein Studio ist in Linz, meine Interior-Projekte liegen aber in ganz Österreich, besonders oft in Wien und Umgebung. Ich fotografiere für Interior Designer, Architekt:innen, Möbelhersteller, Hotellerie und Gastronomie.
Ihr habt ein Projekt, das gezeigt werden soll? Alles zu Ablauf und Leistungen findet ihr auf meiner Seite zur Interiorfotografie. → Link: www.blitzkinder.at/interiorfotografie
